Währungsunion 2.0 - Reformen für mehr Stabilität

195 10/2010

 

„Die Krise der Währungsunion ist nicht nur, aber vor allem eine Staatsschuldenkrise. Reformen müssen daher vor allem dort ansetzen“, betont Bernd Brabänder, Chefvolkswirt des Bankenverbandes, bei der Vorstellung der Analyse „Währungsunion 2.0 – Reformen für mehr Stabilität in der Währungsunion“. In dem Papier wird die Situation der Währungsunion analysiert. Anschließend werden Lösungsmöglichkeiten beschrieben und bewertet.
Die Hauptursache der Fehlentwicklungen sehen die Autoren darin, dass das Gleichgewicht aus Steuereinnahmen, Ausgaben, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in einigen Ländern aus dem Lot geraten sei. Ein ökonomischer Gleichlauf der Teilnehmerstaaten oder gar wirtschaftliche Annäherung sind aber notwendige Eigenschaften einer nachhaltig erfolgreichen Währungsunion. Dies ist in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) aber nicht gegeben, über die letzten Jahre lassen sich starke Divergenzen feststellen. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt benötigt eine umfassende Erneuerung und Stärkung, um auch zukünftig das Wohlergehen der Europäer zu unterstützen.
Wirkungen der Verschuldung - Kapitalverwendung und Anlegervertrauen - Stabilitäts- und Wachstumspakt

Zum Download der Ausgabe 195 10/2010