Private-Equity - Das Geschäft der Branche boomt
Das Jahr 2006 war ein weiteres Rekordjahr für das Engagement von Finanzinvestoren in Deutschland: Die Zahl der Private-Equity-Transaktionen stieg um 34 Prozent auf 186 im Jahr 2006, ihr Wert stieg sogar um 61 Prozent auf 50,9 Milliarden Euro. Das sind Ergebnisse einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young, die den deutschen Private-Equity-Markt untersucht haben.
Die ersten Private-Equity-Fonds entstanden vor etwa 30 Jahren in den USA und in Großbritannien. In Deutschland sind sie seit Mitte der Neunzigerjahre aktiv und besonders im Frühjahr 2005 in den Fokus der öffentlichen Kritik geraten. Angestoßen wurde diese Diskussion durch Franz Müntefering, der das Verhalten mancher „anonymer Investoren“ mit Heuschreckenplagen verglich.
Die Fonds übernehmen Unternehmen, bauen sie um und verkaufen sie nach Jahren wieder, natürlich mit Gewinn. Sie setzten dabei Eigenkapital ein (daher "Equity") und agieren abseits der Börse. Entweder werden die gekauften Unternehmen von der Börse genommen oder sind dort noch gar nicht notiert gewesen (daher "Private"). Private Equity birgt hohe Risiken, allerdings locken im Erfolgsfall auch Renditen von 20 bis 40 Prozent.
So funktionieren Private-Equity-Fonds - Die Branche 2006 - M&A verliert an Bedeutung - Immer mehr Mega-Deals – Ausblick - Deutschland immer attraktiver - Die Übernommenen - Investoren schaffen Probleme - Was entgegnen die Investoren
Zum Download der Ausgabe 156-03/2007