Mittelstand und Börse
Der Mittelstand ist unbestritten das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft. In rund 3,5 Millionen mittelständischen Betrieben sind mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt. Fragen der Mittelstandsfinanzierung sind daher nicht nur aus einzel-, sondern auch aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive für Wachstum und Beschäftigung von hoher Bedeutung. Bei der Finanzierung mittelständischer Unternehmen spielt die enge Beziehung zur Hausbank nach wie vor eine wesentliche Rolle. Allerdings haben die Eigenkapitalvorschriften „Basel II“ den Zugang zu Bankkrediten erschwert und damit die Unternehmen vor die Herausforderung gestellt, sich zum Bankdarlehen alternative Finanzierungsquellen zu erschließen. Dazu gehört auch der Börsengang, der auch für mittelständische Unternehmen eine attraktive Finanzierungsmöglichkeit darstellen kann.
Die jüngste Untersuchung es Deutschen Aktieninstitutes, die gemeinsam mit der Deutsche Börse AG erstellt wurde, versucht die Einstellung nicht börsennotierter Unternehmen gegenüber dem Kapital- und speziell dem Aktienmarkt in Erfahrung zu bringen. Dazu wurden insgesamt 6.738 Unternehmen befragt, die jeweils mehr als 5 Millionen Euro Umsatz und mehr als 20 Mitarbeitern haben.
Börse als Finanzierungsquelle – Kapitalmarktorientierung - Motive des Börsengangs - Gründe gegen den Börsengang - Finanzierungsalternativen - Finanzierungsverhalten
Zum Download der Ausgabe 169-05/2008